Kein Rauschen in den Wipfeln. Keine Blätter,
die Sonnenlicht in Gitter wandeln. Fern
am Abstrichhimmel hinsiecht weiß ein fetter
Talgmond. Ein Dach verschluckt den letzten Stern.

Speiübel ist der Nacht von schlechten Träumen.
Ein Liebesbrief – die Tinte blutet – treibt
durch Gossen unter nasslackierten Bäumen,
Seufzer, die gurgelnd sterben. Kälte bleibt.

Ich spüre, dass selbst die Platanen frieren,
die Horizonte schrumpfen, wollen mich ersticken.
Die Welt hat nur noch fest verschlossene Türen,
vergeblich suche ich sie aufzudrücken.

Und da – nimm es so hin, wie ich es sage –
trifft mich dein Blick so wie das scheue Licht
des ersten Sterns, der nach dem trüben Tage
durch das weit aufgespannte Dunkel bricht.

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