Man sagt, dieser Tag gehöre der Liebe. Doch während viele ihn mit Symbolen und festgelegten Gesten füllen, denke ich an das, was sich nicht ausstellen lässt. An die Zwischentöne unserer Gespräche. An das unmerkliche Lächeln, das sich in Deinem Gesicht zeigt, wenn Du glaubst, ich sähe es nicht. An jene Momente, in denen sich unsere Gedanken begegnen, ohne dass wir sie vollständig aussprechen müssen.
Valentinstag ist für mich kein Anlass für Übertreibung. Er ist vielmehr eine Gelegenheit zur Klarheit. Und diese Klarheit lautet: Mit Dir fühlt sich mein Leben nicht spektakulärer an, sondern stimmiger. Du bringst keine Unruhe in meine Welt, sondern Tiefe. Deine Fragen fordern mich, Deine Überzeugungen widersprechen mir manchmal – und gerade darin liegt die Lebendigkeit, die ich nicht missen möchte.
Ich bewundere Deine Entschlossenheit, die ohne Härte auskommt. Deine Aufmerksamkeit für Details, die anderen entgehen. Und Deine Fähigkeit, selbst in Auseinandersetzungen respektvoll zu bleiben. Neben Dir darf ich widersprechen, zweifeln, wachsen. Es ist eine Form der Nähe, die nicht einengt, sondern erweitert.
Wenn ich heute von Liebe spreche, meine ich kein flüchtiges Gefühl. Ich meine die bewusste Entscheidung, Dich ernst zu nehmen. Deine Gedanken, Deine Träume, Deine Grenzen. Ich meine den Wunsch, auch in Zukunft mit Dir zu ringen, zu lachen, zu lernen.
Vielleicht ist das mein Geschenk an diesem Tag: die Zusicherung, dass ich Dich nicht aus Gewohnheit wähle, sondern aus Überzeugung. Nicht, weil es einfach ist, sondern weil es wahr ist. Und Wahrheit, so unspektakulär sie manchmal erscheint, ist das stärkste Fundament, das ich kenne.
